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Sechs Fallen, in die ihr bei der Hochzeitsplanung nicht mehr tappt

Die Wangen noch rot vom Heiratsantrag, das Ja noch auf den Lippen, geht sie schon los, die Hochzeitsplanung. Doch bevor ihr die Tischdeko plant und die Pumps zum Brautkleid shoppt,  verraten wir euch sechs Fallen, die euch die Hochzeitsplanung schwer machen können. Und geben euch kostenlose Planungshilfen zum runterladen, damit ihr nicht reintappt.  

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1. Die Zeit-Falle

Wenn man begriffen hat, dass man den Rest des Lebens zusammen verbringen will, dann will man, dass der Rest des Lebens so schnell wie möglich beginn, sagte Harry in dem 80er-Jahre-Film-Klassiker „Harry und Sally“. Das gilt auch für die Hochzeitsplanung.

Doch der nächste mögliche Hochzeitstermin ist nicht unbedingt der Beste.  Hochzeitsplanung kostet Zeit.  Die Planungsphase daher länger zu stecken, reduziert den Stress. Das ist aber nicht der wichtigste Grund. „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. […] Die Leidenschaft flieht! Die Liebe muss bleiben“, empfahl schon Schiller. Liegen eure Vorstellungen vom Lebensplanung, Ehe und Familie wirklich auf einer Linie? Wie schafft ihr es gemeinsam durch die guten und die schlechten Zeiten? Die aufregende  Zeit der Hochzeitsplanung ist für euch als Paar wertvoller als viele es im ersten Augenblick für möglich halten.

2. Die Bridezilla-Falle

Festliche Orgelmusik zum Einzug oder doch lieber ein leises Lied, begleitet von der Gitarre eines guten Freundes? Dreistöckige Hochzeitstorte, Donut-Wall oder doch das hausgebackene Kuchenbuffet? Nichts ist so schwer zu ertragen wie eine Braut, die nicht weiß, was sie will.  Wer ständig in seinen Entscheidungen schwankt, wird hinter vorgehaltener Hand schnell als Bridezilla beschimpft. Will ja eigentlich niemand. Lieber wäre man natürlich von Beginn an fest in seinen Entscheidungen wie ein Fels in der Brandung, aber wie soll das nur gehen?

Ganz einfach: Sprecht zu Beginn eurer Hochzeitsplanung darüber, was euch beiden wichtig ist. Einigt euch auf die drei wichtigsten Punkte. Auf die richtet ihr eure Energie. Alles andere ist nicht so wichtig und muss daher auch nicht perfekt sein. Hübsch darf es sein, aber nicht wert, sich deshalb fünfmal anders zu entscheiden. Fragt euch bei jeder der Entscheidungen, die ihr nochmal aufmachen wollt, ob sie zu euren Top drei gehört oder die Sache nicht so wichtig ist.

3. Die Termin-Falle

Einen Termin für die Hochzeit festzusetzen, klingt einfach: Man sucht sich ein Wochenende aus, sagt im Pfarramt Bescheid, meldet sich im Standesamt an und reserviert eine Location für die Feier. In Wahrheit ist es die Quadratur des Kreises!  Hochzeitslocations sind ein bis zwei Jahre im voraus ausgebucht. Was nicht unbedingt daran liegt, dass sie besonders märchenhaft sind. Nicht jede Lieblingsbar um die Ecke bietet ausreichend Platz für eine Hochzeitsgesellschaft.  Wer deshalb zuerst die Location bucht und so den Termin fix macht, legt Feuer an die nächste Lunte: mancher Pfarrer reagiert unmutig, wenn ein Brautpaar bereits mit einem fixen Termin aufläuft und dadurch die weltliche Feier wichtiger erscheinen lässt, als die Trauung. Die hat aus Sicht des Pfarrer aber absolute Priorität. Daher sollte das Pfarrbüro die erste Anlaufstelle sein – aber auch wieder nicht zu früh, Bitte. Denn mehr als ein Jahr Vorlaufzeit finden manche Pfarrer übertrieben und reservieren Termine darüber hinaus aus Prinzip nicht. Ebenso wie die Standesämter: Die offizielle Anmeldung zur Eheschließung wird in der Regel erst sechs Monate vor dem Termin angenommen. Immerhin lassen sich manche Ämter darauf ein, längerfristige Termine unverbindlich vorzumerken.

Was also ist die richtige Reihenfolge? Die Feier riskieren, um es dem Pfarrer recht zu machen? Die kirchliche Trauung in der Wunschkirche riskieren, um eine passende Location zu buchen?  Ein Anruf im Pfarramt kurz bevor ihr eine Location reserviert, sollte möglich sein. Pfarrer wollen Brautpaaren helfen, nicht ihnen schade. Auf eine freundliche aber offene Frage, ob es möglich ist, an einem bestimmten Wochenende zu heiraten, bekommt man daher oft eine entgegenkommende Antwort. Wenn nicht? Dann kommen wir zur Bridezilla-Falle zurück und ihrer Lösung zurück: entscheidet euch, was euch am wichtigsten ist und akzeptiert, dass alle anderen Dinge nicht perfekt sein müssen. Entweder Kirche oder Hochzeitslocation.

4. Die Kostenfalle

Was eine Hochzeit in Deutschland kostet, darüber gehen die Statistiken weit auseinander. Laut dem Online-Statistik-Anbieter Statista gab jedes vierte Brautpaar 2018 zwischen 5.000 und 10.000 Euro aus. Laut der Hochzeitsstudie des Papeterie-Anbieters Kartenmacherei  investierte 2019 ein weiteres Viertel sogar 10.000 bist 15.000 Euro. Bis zu 20.000 Euro ließen sich die Hochzeit weitere 13 Prozent kosten. Und das ist nicht das Ende der Kostenmesslatte. Kurz: eine Hochzeit kann teuer werden.

Muss sie aber nicht. Das Geheimnis liegt in der Hochzeitsplanung. Paare, die sich zu allererst fragen, was ihnen am wichtigsten ist und sich bei der Planung daran halten, geben weniger Geld aus. Bevor ihr also beginnt, wilde Pinterstboards für eure Hochzeit zu erstellen, spielt mit Zahlen. Setzt euch ein Gesamtbudget und verteilt es auf die einzelnen Punkte. Dabei wird schnell klar: alles geht nicht. An den Ecken, die euch nicht zu wichtig sind, werdet ihr Abstriche machen müssen um das Budget nicht zu sprengen.

5. Die Einladungsfalle

Nach dem Heiratsantrag ist man so glücklich und jeden umarmen möchte. Alle sollen teilhaben an der Superparty. Da kann es schon mal passieren, dass man Menschen, die man mehr oder weniger zufällig trifft spontan zur Hochzeit einlädt. Meeep! Schon seit ihr in die Einladungsfalle getappt! Denn wenn ihr nicht zu den Brautpaaren gehört, die ein Mega-Budget für die Hochzeit ausgeben könnt, werdet ihr nicht alle Menschen, die ihr kennt, einladen können. Und jemanden wieder ausladen zum müssen, ist echt peinlich.

Bestimmt anhand eures Budget, wieviele Freunde und Verwandte ihr zu eurer Hochzeit einladen könnt. Denk daran, dass jeder Gast Platz braucht, Essen und Trinken möchte und viele Kleinigkeiten wie Gastgeschenke, Einladungskarten, Porto und so weiter die Kosten treiben.  Legt euch eine Gästeliste an, sprecht darüber, wie wichtig euch die Personen auf auf eurer Hochzeit sind und vergebt Prioritäten. Dann streicht von hinten. Erst wenn die Gästeliste steht, schickt die Save-The-Dates raus.

6. Die DIY-Falle

Selbstgemachtes gibt einer Hochzeit individuelles Flair, macht sie persönlich. Wunderschön, all die kleinen und großen DIY-Projekte für eine Hochzeit.

Stopp! Bevor ihr euch für DIY-Projekte entscheidet, solltet ihr euch über einige Fakten im klaren sein:

  • Ihr spart in den allerwenigsten Fällen tatsächlich Geld
  • DIY-Projekte machen viel Arbeit, insbesondere wenn ihr es in einer hohen Stückzahl produzieren müsst wie zum Beispiel Einladungskarten.
  • Schöne Ergebnisse erfordern Übung, was Zeit und Material verbraucht.

Bevor ihr euch also ein Hochzeits-DIY in den Kopf setzt, denkt kurz vernünftig nach: Gehört das DIY-Projekt zu euren Top drei? Wird  es besonderes Aufsehen erregenden? Wenn nicht, lasst es weg!

Freebie für eure Hochzeitsplanung

Damit ihr in keine dieser sechs Fallen der Hochzeitsplanung tappt, haben wir ein bisschen Planungsunterstützung für euch: Legt euch einen Planungsordner an. Natürlich mit vielen Taschen zu sammeln, Klammern zum anheften, Klebern zum einmerken und aufhübschen. Und unseren kostenlosen Planungshilfen zum runterladen und ausdrucken.

Monat für Monat könnt ihr festhalten, was zu tun ist, aber auch, was ihr schon geschafft habt und was besonders schön war. So hilft euch der Ordner nicht nur bei der Hochzeitsplanung. Er schafft auch bleibende Erinnerungen. Der Ausgaben-Tracker hilft euch, nicht in die Kostenfalle zu tappen und die Gästeliste verhindert, dass plötzlich mehr Menschen auf eurer Hochzeit tanzen, als ihr es je wolltet.

P.S. Im Laufe des Jahres werden wir euch weitere Planungshilfe für eure Hochzeit zur Verfügung stellen. Schaut also immer mal wieder vorbei!

 

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